Heute stehen Gates Of Oblivion für ehrliche Rockmusik ohne Scheuklappen, die technisch, aber gleichwohl gefühlvoll ist. Progressive Rock aus den 70ern, Hard Rock aus den 80ern, Power Metal aus den späten 90ern und Progressive Metal aus den 00ern werden behutsam in einen Topf geworfen, mit klassischen Einflüssen, Gothic-Elementen und nicht zuletzt eigenen Zutaten vermischt und frisch serviert. Ein epischer Musikstil, der voller überraschender Wendungen steckt. Kraftvoll und dynamisch, chaotisch und traurig, sanft und romantisch – genau wie auch die bewegte Geschichte dieser Zusammenarbeit aussergewöhnlicher Musiker.
Gates Of Oblivion wurden irgendwann kurz nach der Jahrtausendwende unter dem Namen „Fentauri“ gegründet. Im Jahre 2004 erfolgte die Umbenennung in „Bards Beyond Time“ und kurz danach wurde durch die Neuzugänge Philippe Lionnet im Sommer (Bass) und Manuel Wunderlich (Keys) und Benjamin Bürgi im Herbst (Drums) das Projekt konkret. Die Band feilte in der frischen Zusammensetzung an weiteren Songs, als im Frühling 2005 mit Aline Bühler endlich die gesuchte Frontfrau gefunden werden konnte.
Erste Auftritte und intensive Songwriting-Sessions folgten, dessen Energie und Kreativität in den Aufnahmen für das Debüt-Album in den hauseigenen Farpoint Studios gipfelten. Noch im Studio entstanden komplett neue Songs und die Band wuchs weiter zusammen. Im Oktober 2005 war es dann soweit: Nur ein halbes Jahr nach dem Einstieg Alines konnte das selbstfinanzierte und komplett in Eigenregie aufgenommene Album „Spirit Of The Land“ veröffentlicht werden. Die professionell gemasterten (Mika Jussila, u.a. Nightwish, Children Of Bodom, etc.) und hergestellten CDs gingen weg wie warme Semmel. Stilistisch damals noch klar im klassischen Power Metal verwurzelt, beinhaltete die Musik aber bereits die typischen Elemente, die Gates Of Oblivion später ausmachen sollten und liess bereits das Potential der Band erahnen…
Kurz nach Veröffentlichung des Albums trat Philippe seinen Militärdienst an und wurde ersetzt durch Sarah Zaugg. Auch Rhythmusgitarrist Stephan Kaufmann stieg aus, wurde aber nicht ersetzt.
Im Folgejahr 2006 folgten gefeierte Auftritte in der Schweiz und in Deutschland. Als Dankeschön und Erinnerung für die Fans entschied sich die Band dagegen, die CDs des Debüts nachpressen zu lassen und stattdessen das Album als Gratis-Download für jedermann verfügbar zu machen.
Am Bass wurde Ende 2006 Sarah Zaugg durch Marcel Bühler ersetzt. In den kommenden Monaten konzentrierte sich die Band darauf, neue Songs zu schreiben. Fantasy- und Mittelalter-Thematik wichen zunehmend modernen Elementen, die Band entwickelte eine Affinität für technische Spielereien, Liebe zu Details und ein persönlicheres lyrisches Konzept. Ein neuer Name unterstrich die neue Identität der Band: Gates Of Oblivion. 5 neue in dieser bewegten Zeit entstandene Songs wurden im Herbst 2007 der Öffentlichkeit an Konzerten und auf der schlicht betitelten „Demo 2007“-CD präsentiert, die die beeindruckte Entwicklung untermauerte.
Weitere Konzerte im In- und Ausland folgten, bevor die Bassposition erneut neu besetzt wurde: die Gates Of Oblivion begrüssten Rückkehrer Philippe Lionnet. Es entstanden weiter neue Songs, bevor mit Benjamin Bürgi ein BBT/GOO-Urgestein aufgrund vaterländlicher Pflichten die Band verlassen musste. Markus Schlatter nahm seinen Platz an der Schiessbude ein.
Gates Of Oblivion liessen sich von den vielen Besetzungswechsel in kurzer Zeit nicht beirren und begannen die Aufnahmen für das zweite Studioalbum. Noch während der Vorbereitung aber musste sich die Band ein zweites Mal von Philippe Lionnet verabschieden. Die Aufnahmen lagen vorerst auf Eis und die Suche nach einem neuen Bassisten rückten in den Vordergrund. Trotzdem liess es das Quartett nicht nehmen, Konzerte ohne Bass zu spielen. Als im Herbst 2010 Markus Schlatter, der ursprünglich nur als Ersatz-Drummer bei Gates Of Oblivion trommelte, endgültig seinen Abschied bekannt gab, schien das Ende dieser vielversprechenden Band besiegelt…
Und obwohl weiterhin kein geeigneter Kandidat für die Position an der Bassgitarre gefunden werden konnte, entschied sich die Band, wieder aufzustehen und das Album fertig zu stellen, um endlich nach vorne zu blicken und den Stillstand beenden zu können. Der Bass im Studio wurde daher von Gitarrist (und einzig verbleibendes Gründungsmitglied) Alain Stucki übernommen.
Ende 2010 war mit dem Eintreten von Sven Burri (Bass) und der Rückkehr von Benjamin Bürgi in die Band diese von personellen Veränderungen geprägte Zeit endlich beendet. So konnte im Mai 2011 endlich das zweite Studioalbum „Mirrored Reflections“ herausgebracht werden.Dieses Werk wurde zum Denkmal für eine Band, die niemals aufgegeben und auch in schwierigen Zeiten nie den Glauben an sich selbst verloren hat.
Jetzt, da Gates Of Oblivion wieder zu sich selbst gefunden haben, sind sie bereit, mit neuer Energie ihr Engagement und Enthusiasmus in Konzerte zu stecken. Trotz der Affinität für technische Details und musikalische Experimente besteht das Hauptziel des Fünfers darin, für musikalische Ohrgasmen und bemerkenswerte Konzerterlebnisse zu sorgen.





